Unionspressekonferenz

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Unionspressekonferenz

UPK

Art Journalistenvereinigung
Sitz Finrod
Tagungsort Haus der Unionspresse
Tätigkeitsgebiet Unionsrepublik Ancalim-Feanaro
Mitglieder akkreditierte Journalisten und Korrespondenten
Schwerpunkt Unionspolitik, Regierung, Ablatium

Die Unionspressekonferenz (UPK) ist die zentrale Vereinigung der bei den Organen der Unionsrepublik Ancalim-Feanaro akkreditierten politischen Journalisten und Korrespondenten. Sie hat ihren Sitz im Haus der Unionspresse in Finrod und organisiert insbesondere die regelmäßigen Pressekonferenzen mit Vertretern der Unionsregierung.

Die UPK ist weder eine Behörde noch eine Einrichtung der Regierung. Sie wird von den akkreditierten Journalisten selbst getragen und verwaltet ihre Mitgliedschaft und ihre inneren Angelegenheiten eigenständig.

Ein traditioneller Grundsatz der UPK lautet:

„Nicht die Regierung lädt die Presse ein. Die Presse lädt die Regierung ein.“

Damit unterscheidet sich die Unionspressekonferenz von gewöhnlichen Regierungspressekonferenzen. Vertreter des Begam, des Tur-Anion und der einzelnen Anionate erscheinen als Gäste der Journalisten.

Organisation

Die regulären Pressekonferenzen finden mehrmals wöchentlich im Haus der Unionspresse statt. In der Regel nimmt der Regierungssprecher teil. Abhängig von der politischen Lage können weitere Sprecher, Mitglieder der Regierung oder Vertreter anderer Unionsinstitutionen eingeladen werden.

Die UPK verfügt über eine eigene Sitzungsleitung. Diese erteilt das Wort und achtet darauf, dass neben den großen unionsweiten Medien auch kleinere und regionale Redaktionen Fragen stellen können.

Nachfragen sind ausdrücklich zulässig.

Regierungsvertreter können eine unmittelbare Antwort verweigern oder auf eine spätere schriftliche Stellungnahme verweisen. Dies hindert die Mitglieder der UPK jedoch nicht daran, dieselbe Frage bei einer späteren Pressekonferenz erneut zu stellen.

Insbesondere diese Möglichkeit hat im Laufe der Jahre zu teilweise hartnäckigen Wortwechseln zwischen Regierungssprechern und einzelnen Korrespondenten geführt.

Akkreditierung

Eine dauerhafte Akkreditierung kann Journalisten erteilt werden, die regelmäßig und hauptberuflich über die Politik der UAF berichten.

Neben den großen unionsweit verbreiteten Medien sind deshalb auch Regionalzeitungen, politische Magazine, Nachrichtenmedien und investigative Redaktionen vertreten.

Die Akkreditierung stellt ausdrücklich keine inhaltliche Anerkennung eines Mediums durch die UPK dar.

Dieses Prinzip führte mehrfach zu Diskussionen über die Zulassung von Boulevard- und Enthüllungsmedien. Die Mehrheit der Mitglieder vertritt jedoch die Auffassung, dass die politische oder publizistische Ausrichtung eines Mediums allein kein Grund sein darf, dessen Journalisten von der Berichterstattung über die Unionsregierung auszuschließen.

Akkreditierte Journalisten der UPK – Stand 2526

Person Medium Funktion / Schwerpunkt
Sparan Bramene Feanaro Times Chefredakteur; persönlich akkreditiert, Teilnahme vor allem bei bedeutenden politischen Terminen
Mano Arnuv Feanaro Times Politischer Redakteur und regelmäßiger UPK-Korrespondent
Liu Swist Feanaro Times Redakteur; stellvertretende Akkreditierung
Mavalor Kedal Der Güldene Blick Chefredakteur; persönlich akkreditiert
Paeros Waonar Güldenes Blatt Redakteur und politischer Korrespondent
Brestor Evanim Union Express Redakteur und regelmäßiger UPK-Korrespondent
Jurana Perotan LEAK Redakteurin; politische und investigative Berichterstattung
Joran Asamov Norsbroeker Newsblättle (NN) Redakteur und Hauptstadtkorrespondent
Tolim Hanuss Norsbroeker Newsblättle (NN) Redakteur und UPK-Korrespondent
Nindar Sasselin Panoer Tageblatt Redakteur und Regionalkorrespondent
Kegrod Tolanya Osservatore Erigon Redakteur und Korrespondent
Koran Knott NEUES YANTAN Redakteur und Korrespondent
Niran Hetasom Feanaro Times, Studio Yantan Redakteur; insbesondere für Themen mit Bezug zu Yantan
Breros Bosardur Dritziner Tageblatt Redakteur und Regionalkorrespondent
Miras Mecamene Dritziner Tageblatt Redakteur; zweite Akkreditierung des Mediums
Brionel Vianor Bildjournalismus Bildjournalist und Fotograf; Fotoakkreditierung

Die Feanaro Times

Als eines der traditionsreichsten politischen Medien der UAF verfügt die Feanaro Times über mehrere Akkreditierungen.

Chefredakteur Sparan Bramene nimmt nur gelegentlich selbst an den regulären Pressekonferenzen teil. Die tägliche Arbeit übernehmen vor allem Mano Arnuv und Liu Swist.

Daneben können Redakteure der regionalen FT-Studios für einzelne Termine zugelassen werden. Dazu gehört unter anderem Niran Hetasom vom Studio Yantan.

Nicht jeder regionale Mitarbeiter der Feanaro Times besitzt automatisch eine dauerhafte UPK-Akkreditierung. So berichtet etwa Legwe Golassion für die FT aus der KAR, ohne deshalb regelmäßig an den Pressekonferenzen in Finrod teilzunehmen.

Das Norsbroeker Newsblättle

Das Norsbroeker Newsblättle, meist kurz NN genannt, verfügt über zwei dauerhafte Akkreditierungen.

Joran Asamov gilt als der erfahrenere politische Korrespondent des Blattes und übernimmt einen großen Teil der Berichterstattung aus Finrod. Er ist für ausführliche und häufig mehrteilige Fragen bekannt, in denen er zunächst den politischen Hintergrund eines Themas darlegt.

Tolim Hanuss arbeitet ebenfalls als Redakteur des NN und ergänzt Asamov bei der täglichen Berichterstattung.

Unter Kollegen hat sich daraus ein gelegentlich belächeltes, von Regierungssprechern jedoch weniger geschätztes Zusammenspiel entwickelt: Asamov stellt die ausführliche Ausgangsfrage, Hanuss anschließend die meist erheblich kürzere Nachfrage.

„Herr Asamov erklärt Ihnen, warum wir fragen. Herr Hanuss fragt anschließend noch einmal, warum Sie nicht geantwortet haben.“

Die Urheberschaft des in Finrod verbreiteten Spruches ist ungeklärt.

Der Güldene Blick

Eine besondere Stellung innerhalb der UPK nimmt Mavalor Kedal, Chefredakteur des Güldenen Blicks, ein.

Kedal war bereits während seiner Tätigkeit bei der Feanaro Times als politischer Journalist akkreditiert. Nach seinem Wechsel zum Güldenen Blick blieb seine Akkreditierung bestehen.

Dies führte innerhalb der UPK zu einer Grundsatzdebatte über die Frage, ob die deutlich boulevardeskere Ausrichtung seines neuen Arbeitgebers mit einer dauerhaften Akkreditierung vereinbar sei.

Die Mehrheit sprach sich gegen einen Ausschluss aus.

Aus der damaligen Debatte stammt der später häufig zitierte Satz:

„Über journalistische Qualität darf gestritten werden. Über unbequeme Fragen ebenfalls. Eine Akkreditierung ist jedoch kein Preis für Wohlverhalten.“

Kedal nimmt nicht an jeder regulären Pressekonferenz teil. Sein persönliches Erscheinen sorgt deshalb regelmäßig für Aufmerksamkeit.

Innerhalb des Regierungspresseamtes gilt insbesondere eine seiner bevorzugten Einleitungen als Warnsignal:

„Nur damit wir das für unsere Leser richtig verstehen …“

Da der Güldene Blick häufig bereits vor einer Pressekonferenz über Fotos, Hinweise oder Informationen aus nichtoffiziellen Quellen verfügt, lassen Kedals Fragen mitunter erkennen, dass seine Redaktion erheblich mehr über einen Vorgang weiß, als die Frage zunächst vermuten lässt.

Güldenes Blatt

Auch das Güldene Blatt verfügt mit Paeros Waonar über einen akkreditierten Redakteur.

Die Zulassung des traditionsreichen Boulevardmediums war wiederholt Gegenstand interner Diskussionen. Letztlich setzte sich jedoch auch hier die Auffassung durch, dass journalistische Akkreditierung nicht von der redaktionellen Seriosität einzelner Schlagzeilen abhängig gemacht werden könne.

Waonar gehört daher ebenso selbstverständlich zum Pressekorps wie die Vertreter politischer Tageszeitungen.

Das Verhältnis zwischen Waonar und Mavalor Kedal gilt seit dem Aufstieg des Güldenen Blicks zum direkten Konkurrenten als ausgesprochen aufmerksam.

LEAK

Besonders kontrovers diskutiert wurde die Akkreditierung von Jurana Perotan für LEAK.

Kritiker verwiesen darauf, dass LEAK regelmäßig mit zugespieltem oder nicht für die Öffentlichkeit vorgesehenem Material arbeitet und sich in seiner Arbeitsweise von einer klassischen Tageszeitung unterscheidet.

Die Mehrheit der UPK entschied dennoch zugunsten einer Akkreditierung. Ausschlaggebend war, dass Perotan regelmäßig journalistisch aus Finrod berichtet und Veröffentlichungen redaktionell bearbeitet.

Die Entscheidung wurde später zu einem wichtigen Präzedenzfall für die Akkreditierung neuer digitaler Medien.

Regionale Medien

Die UPK versteht sich ausdrücklich nicht als exklusiver Kreis der großen Finroder Medien.

Dauerhafte Akkreditierungen besitzen deshalb auch Vertreter regionaler Zeitungen. Dazu gehören Nindar Sasselin vom Panoer Tageblatt, Kegrod Tolanya vom Osservatore Erigon, Koran Knott von NEUES YANTAN sowie Breros Bosardur und Miras Mecamene vom Dritziner Tageblatt.

Bei politischen Vorgängen mit besonderem regionalem Bezug erhalten weitere Journalisten Tages- oder Sonderakkreditierungen.

Dadurch können beispielsweise Reporter aus den sieben Unionsstaaten an Pressekonferenzen teilnehmen, ohne dauerhaft in Finrod stationiert zu sein.

Bildjournalisten

Für Fotografen und Kamerateams gelten eigene Akkreditierungen.

Zu den bekannten akkreditierten Bildjournalisten gehört Brionel Vianor. Die Foto- und Kamerapositionen befinden sich in einem gesonderten Bereich des Pressesaales, um die Arbeit der Wortjournalisten während der Konferenz nicht zu behindern.

Bei besonders wichtigen Pressekonferenzen wird ein zusätzliches Fotografenpool eingerichtet.

Sitzordnung und Fragerecht

Die UPK kennt formal keine Rangordnung der Medien.

Traditionell sitzen jedoch die regelmäßig anwesenden Hauptstadtkorrespondenten im vorderen Teil des Saales. Eine dauerhafte Sitzplatzvergabe soll verhindern, dass die Vergabe guter Plätze zum politischen Druckmittel werden kann.

Die Sitzungsleitung entscheidet über die Reihenfolge der Fragen.

Grundsätzlich besitzen Vertreter kleinerer Medien dasselbe Fragerecht wie Journalisten der großen unionsweiten Redaktionen.

Dies führt gelegentlich zu Situationen, in denen eine Pressekonferenz nach mehreren Fragen der Feanaro Times oder des Union Express durch eine einzige Nachfrage eines Regionaljournalisten eine völlig andere Richtung nimmt.

Verhältnis zur Regierung

Die Beziehung zwischen UPK und Unionsregierung ist traditionell von institutioneller Nähe und journalistischer Distanz geprägt.

Der Regierungssprecher und sein Stellvertreter stehen in ständigem Kontakt mit den akkreditierten Journalisten. Gleichzeitig betrachtet die UPK ihre organisatorische Unabhängigkeit von der Regierung als unverzichtbar.

Regierungsstellen können Journalisten daher nicht eigenmächtig aus der UPK ausschließen.

Bei Sicherheitsverstößen kann der Zugang zu bestimmten Regierungsgebäuden beschränkt werden; über die Mitgliedschaft in der Unionspressekonferenz entscheidet jedoch die UPK selbst.

DIE ERSTE REIHE

FT fragt nach Akten. LEAK fragt nach dem Dokument, das nicht in den Akten liegt. Der Union Express fragt nach den politischen Folgen. Das Norsbroeker Newsblättle fragt noch einmal nach.

Und wenn Mavalor Kedal persönlich erscheint, fragt sich die Regierung zunächst, welches Foto er bereits besitzt.

Bedeutung

Die Unionspressekonferenz entwickelte sich zu einer wichtigen Institution der politischen Öffentlichkeit der UAF.

Ihre Bedeutung liegt weniger in spektakulären Einzelenthüllungen als in der kontinuierlichen Möglichkeit, Aussagen der Regierung öffentlich zu hinterfragen, Widersprüche festzuhalten und nicht beantwortete Fragen erneut vorzulegen.

Gleichzeitig bildet die UPK einen ungewöhnlichen Mikrokosmos der ancalischen Medienlandschaft.

Im selben Saal treffen die nüchterne politische Berichterstattung der Feanaro Times, der Union Express, regionale Medien wie das Norsbroeker Newsblättle und das Dritziner Tageblatt, investigative Veröffentlichungen von LEAK sowie der Boulevard des Güldenen Blattes und des Güldenen Blicks unmittelbar aufeinander.

Politische, journalistische und persönliche Konkurrenz gehört deshalb ebenso zum Alltag der UPK wie die gemeinsame Verteidigung des Fragerechts gegenüber staatlichen Institutionen.

Trivia

  • Das persönliche Erscheinen von Mavalor Kedal wird unter Regierungssprechern scherzhaft als „Kedal-Warnstufe“ bezeichnet.
  • Joran Asamov und Tolim Hanuss bilden das feste Korrespondentenduo des Norsbroeker Newsblättle.
  • Sparan Bramene besitzt trotz seiner Tätigkeit als Chefredakteur der Feanaro Times weiterhin eine persönliche Akkreditierung.
  • Vertreter regionaler Medien können neben einer dauerhaften Akkreditierung auch Tagesakkreditierungen für weitere Redaktionsmitglieder beantragen.
  • Fotografen verfügen über eigene Arbeitsbereiche und eine gesonderte Fotoakkreditierung.
  • Die UPK veröffentlicht keine Rangliste „seriöser“ und „unseriöser“ Medien.
  • Der inoffizielle Satz „Wenn Kedal selbst kommt, gibt es eine Geschichte“ wird in mehreren Redaktionen verwendet. Kedal selbst soll darauf geantwortet haben: „Sonst würde ich ja einen Kollegen schicken.“