Duvarische Sprachen: Unterschied zwischen den Versionen

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===Altduvarisch===
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Als ''Altduvarisch'' bezeichnet man die Sprache, die im Duvarischen Kaiserreich vor der Trennung des Revartischen vom Davidischen gesprochen wurde.Altduvarisch tritt kurz nach der Gründung des Duvarischen Kaiserreiches in schriftlichen Quellen auf. Von 600 bis 800 +zi spricht man von Frühaltduvarisch, Hochaltduvarisch (auch: Hochduvarisch) besteht etwa 800 bis 1300.
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Die fühaltduvarische Sprache ist noch sehr nah am Proto-Duvarischen, wird aber von drei Merkmalen als Westduvarische Sprache ausgewiesen:
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*Tendenz zur Tilgung der Schwa-Vokale außer ''ə''
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*Tendenz, in unbetonten Silben Kurze Vokale zusammenfallen zu lassen: ''o'' mit ''u''; ''e'' mit ''i''
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*Lange Liquide: durch LHV>L:V und CVHL>C
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Etwa 800-900 setzt die Konsonantenverschiebung ein und die Vokale ''o'' und ''e'' werden komplett aus dem System entfernt. 900-1000 ist die Spirantisierung der behauchten Plosive zu beobachten, zeitgleich beginnt die Entstehung der langen Halbvokale (FHV>H:V, CVHF>CVH:). Ab 1200 beginnt die Altduvarische Sprache Merkmale des Revartischen zu tragen, daher wird von "Spät-Altduvarisch" gesprochen.
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Die Spätaltduvarische Sprache ist ca. bis 1600 als fixierte Schriftsprache in Gebrauch, danach trägt sie eindeutige Merkmale des Altrevartischen.
  
 
===Xyllabosvalesisch===
 
===Xyllabosvalesisch===

Version vom 26. Januar 2021, 15:34 Uhr

Die Duvarischen Sprachen ist eine im nördlichen Akronor, in Tay-Sógrat und in Xyllabien verbreitete Sprachfamilie, die mehrere Sprachen mit über 10 Millionen Sprechern umfasst, darunter Davidisch, Revartisch, Svalesisch und Xyllabisch.

Gliederung

Protoduvarisch

Phonologie

Konsonanten

Art Bilabial Labiodental Dental Alveolar Velar Uvular Pharyngal
Plosiv b, p, ph - - d, t, th g, k, kh G, q, qh -
Frikativ - - θ,ð s,z - - ʕ
Nasal m - - n ŋ - -
Approximant - w ă - j - -
Trill - - - r - - -
Lateral - - - l - - -

Vokale a, e, i, u, o; Lang-, Kurz- und Schwa-Stufe

Silbenstruktur

  • CV, HV
  • CVH, HVH
  • CVHC
  • CHV
  • CHVC

Statt C auch sC.

Grammatik

  • Wurzeln meist zweisilbig

Nomina

  • Kasus: Nominativ, Genitiv I (alienabel), Genitiv II (inalienabel)
  • Genera: Sg. m, n, f (arbiträr); Pl.: belebt vs. unbelebt

Kongruenz der Adjektive:

Genus Singular Plural
männliche Person θō- nū-
belebt, nicht männliche Person se- nū-
unbelebt də- nə-

Personalpronomen

Kasus Nominativ Genitiv 1 Genitiv 2
ich nuð nēŏ
du moă muð moăŏ
er qaph quð qaphŏ
sie thəz thuð thəzŏ
es qin quð qinŏ
wir nēje nējewð nējŏ
ihr mēje mējewð mējŏ
sie (belebt) ăiph ăiphuð ăiphŏ
sie (unbelebt) ăin ăinuð ăinŏ
wer? phiă phawð phiăŏ
was? riă rawð riăŏ
Demonstrativ tjeG tjuð tjeGŏ

Verben

Kategorien:

  • Numerus (Singular, Dual, Plural)
  • Person (1, 2, 3)
  • Direktion (Neutral, Ventiv, Separativ, Iterativ (hin und her))
  • Tempus/Aspekt (Präsens, Präteritum 1 (fern), Präteritum 2 (nah, Präsenspräteritum), Antipräsens)
  • Definitheit (dem Angesprochenen bekannt, Wiederholung = definit, dem Angesprochenen unbekannt, neue Information = indefinit)
  • Modus (Indikativ, Optativ, Jussiv)

Kombinierbarkeit der Kategorien:

  • Optativ und Jussiv kann nur mit den Indefiniten Formen verbunden werden
  • Antipräsens nur Indefinit

Formantien

  • Numerus/Definitheit: -th = Plural indefinit; -s/-g Sg/Pl definit
  • Person: 1 = -u; 2 = -iăz; 3 = -⁠ə⁠/-a; Inversionssuffix: -s
  • Tempus/Aspekt
    • Präsens: unmarkiert
    • Präteritum 1: -⁠ə⁠⁠n
    • Präteritum 2: -⁠əă-⁠
    • Antipräsens:
  • Modus:
    • Indikativ unmarkiert
    • Optativ = -kja- (2.Person: -ekjaăz)
    • Jussiv = Sg1 -; Sg2 -i; Sg3 -ij; Sg4 -aj; Pl1 -thekju; Pl2 -thi; Pl3 -thij; Pl4 -thaj
  • Direktion: Neutral unmarkiert; Ventiv ma-; Separativ ta-; Iterativ: qaă-

Reihenfolge: Direktion - Wurzel - Präteritum 2 - Plural - Präteritum 1/Antipräsens - Person - Modus

Infinite Kategorien:

  • Reine Wurzel: Möglichkeitsadjektiv (transitiv= X-bar, intransitiv X-fähig)
  • Wurzel mit Vollendungssuffix: Partizip (transitiv = Partizip Passiv, intransitiv Partizip Aktiv)

Kausativ Hilfsverb eʕθa- (ʕθa- wenn Hauptverb mit Konsonant endet).

Substantivierung (Prozess): -swaă

Substantivierung (Person): je-- (Regelmäßigkeit), -(e)ph (Einmaligkeit)

Phonologische Entwicklung der einzelnen Zweige

Westduvarisch

  • Lautverschiebung der Plosive: P+>P-; P->Ph; Ph>P+
  • Spirantisierung von Ph: f, š, x, χ; χ später > H
  • Zusammenfall von Vokalen: e,o>a in allen Stufen außer Schwa-Stufe; o>u, ə unverändert
  • Neue Silben
    • CVHC
      • CVH-L>CVL: (L=r,l,m,n)
      • CVH-F>CVH: (F=ʕ, f, s, š, x, H)
      • sonst: CVH-P bleibt
    • CHV
      • FHV>H:V
      • LHV>L:V
      • sonst: CHV bleibt

Altduvarisch

Als Altduvarisch bezeichnet man die Sprache, die im Duvarischen Kaiserreich vor der Trennung des Revartischen vom Davidischen gesprochen wurde.Altduvarisch tritt kurz nach der Gründung des Duvarischen Kaiserreiches in schriftlichen Quellen auf. Von 600 bis 800 +zi spricht man von Frühaltduvarisch, Hochaltduvarisch (auch: Hochduvarisch) besteht etwa 800 bis 1300.

Die fühaltduvarische Sprache ist noch sehr nah am Proto-Duvarischen, wird aber von drei Merkmalen als Westduvarische Sprache ausgewiesen:

  • Tendenz zur Tilgung der Schwa-Vokale außer ə
  • Tendenz, in unbetonten Silben Kurze Vokale zusammenfallen zu lassen: o mit u; e mit i
  • Lange Liquide: durch LHV>L:V und CVHL>C

Etwa 800-900 setzt die Konsonantenverschiebung ein und die Vokale o und e werden komplett aus dem System entfernt. 900-1000 ist die Spirantisierung der behauchten Plosive zu beobachten, zeitgleich beginnt die Entstehung der langen Halbvokale (FHV>H:V, CVHF>CVH:). Ab 1200 beginnt die Altduvarische Sprache Merkmale des Revartischen zu tragen, daher wird von "Spät-Altduvarisch" gesprochen.

Die Spätaltduvarische Sprache ist ca. bis 1600 als fixierte Schriftsprache in Gebrauch, danach trägt sie eindeutige Merkmale des Altrevartischen.

Xyllabosvalesisch

  • Interpretation von ă als C (r2)
  • Neuinterpretation der Silben zu Diphthongen (HVH = HVv; ansonsten VH=Vv, HV=vV), Auflösung der Diphthonge
    • uV>o (offen), iV>e (offen)
    • Fallende Diphthonge:
      • Iu, Eu>ju
      • Ai, Ei, Ii>e2 (geschlossen)
      • Au, Uu, Ui>o2 (geschlossen)
  • a>o
  • Frikative Trills
    • θ>lh>rh (stimmloser, frikativer Trill)
    • ð>lh>rh (stimmhafter, frikativer Trill)
  • G>gw, q>kw, qh>khw
  • P+s>z, P+rh/r2>rh2 (stimmhafter, frikativer Trill)
  • Ph frikativisiert, zwischen Vokalen und nach H,N,P+ stimmhafter Frikativ: f,v; š,ž; gh, x; ghw, khw
  • PF>F
  • Dissimilation von r2 in r-haltigen Silben (bevorzugt Anlaut) zu w

Grammatische Entwicklung

Westduvarisch

Verben

  • Verlust Präteritum 2
  • Iterativität wird zur Annuliertheit und dann zur Vergangenheitsform (Antipräsens) (denn Marker der Annuliertheit entfällt)
  • Hilfsverb eʕθa- nur noch für den ditransitiven Kausativ

Nomina

  • Umstrukturierung der Genera im Singular zu semantischen Nominalklassen
  • Verlust Genitiv 2
  • Entwicklung eines Dativ

Xyllabosvalesisch

Verben

  • Direktionspräfixe verlieren die Bedeutungskomponente der 1. Person
  • Optativ zu Futur uminterprätiert
  • Entwicklung eines Aspektsystems: Iterativ und Neutral als intransitiv; Ventiv als perfektiv; Separativ als inchoativ

Nomina

  • Kompletter Verlust des Duals
  • Ausbildung eines Artikelsystems (definit vs. indefinit)