Ladislavien

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Ladislavien
Flagge LDL.png


Amtssprache Ladislavisch
Hauptstadt Zradow
Gründung 2458
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Geographie

Ladislavien liegt an der Ostküste der Insel Bedlam. Es nimmt die südliche Hälfte der Küste ein und erstreckt sich über XYZ Kilometer entlang des Txalah-Gebirges. Es grenzt im Süden an Stanislavien und ansonsten an das Erzherzogtum Paramur. Die größte Stadt ist die Hauptstadt Zradow.

Im Süden der Republik liegt das umstrittene Gebiet Sanqahasx, das formal zu Ladislavien gehört, aber faktisch von Stanislavien und dem Erzherzogtum Paramur kontrolliert wird.

Bevölkerung

Die größte Gruppe stellen mit 70% die Ladislaven. In den Grenzgebieten leben zudem Stanislaven und Paramurer. Weiterhin gibt es zahlreiche Zentren knossischer und estasischer Minderheiten, die teils seit Jahrhunderten ansässig sind. Trotz der Vielfalt ist Ladislavisch die einzige offizielle Amtssprache.

Geschichte

Vor der Staatsgründung

In der Naia-Zeit übte das Zentrum Garbedschabeg (in Südestasien) einen großen Einfluss aus, während in der Bighbu-Zeit (etwa ab dem 16. Jahrhundert) Zradow sich selbst zu einem Machtzentrum über das angrenzende Meer aufschwingen konnte. Zradow stand in jener Zeit in andauernder Konkurrenz mit dem Königreich Turhat. Als dieses 1777 an Paramur fiel, begann für Zradow eine kurze Zeit absoluter Dominanz, die aber nicht lange währen sollte: Bereits 1835 übernahm Paramur die Kontrolle über das Gebiet. Auch die ragganistischen Revolutionen brachten keine Unabhängigkeit mit sich.

In der allgemeinen Krise der paramurischen Kolonialherrschaft im 24. Jahrhundert revoltierten auch die Ladislaven unter dem Eindruck der Unabhängigkeit Stanislaviens 2327. Jedoch waren die Aufständischen innerlich zu zerstritten und schlecht ausgebildet, sodass sie unterlagen.

Unabhängigkeit

Erst in den 2450er Jahren, im Zuge der zweiten Zersplitterung des Paramurer Kolonialreiches, gelang die Unabhängigkeit in einem langen und komplizierten Kampf. Schwierig wurde der Krieg, da zahlreiche Parteien engagiert waren:

  • Torunistische Kräfte, von Allmeeren unterstützt, unter der Familie Essheka
  • Monarchistische Kräfte, aufseiten paramurischer Regierungstruppen kämpften, wobei hier dem alten paramurischen Adelsgeschlecht der Qwawsxora eine zentrale Rolle zukam
  • mashtistisch-hanstadistische Kräfte, genannt "Neue Partei", die für eine freie Republik stritten, und kein konkretes Profil hatte
  • ismusistisch-nationalistische Kräfte, die von der DVD unterstützt wurden. Hier taten sich besonders die Familien Shankohar und Menlaxi hervor.

Im Frühjahr 2456 begann ein nationalistischer Aufstand, der sich um das Bündns der Familien Shankohar, die aber schon im Herbst desselben Jahres auseinanderbrach, als sich die Essheka für den Torunismus aussprach. Die Lage war ausgesprochen unübersichtlich. Im Jahr 2457 positionierte sich die Familie Menlaxi, welche lange zwischen Torunismus und der "Neuen Partei" geschwankt hatte, aufseiten der Ismusisten. Die Anhänger der "Neuen Partei" erkannten, dass ihre Position verloren war. Man versuchte, zumindest die Nationale Unabhängigkeit zu wahren. Es ging den Anhängern der "Neuen Partei" auch darum, einen Kompromiss zwischen Ismusisten und Paramurischen Kräften, wie 2457 in der Eisernen Republik und Nordestasien geschehen, zu vermeiden, weshalb man nun die Koalition unter Shankohar unterstützte, unter der Bedingung, dass man sich von Paramur abgrenze. So wurden die torunistischen und paramurischen Kräfte vollkommen ins Abseits gedrängt.

2458 wurde die Republik Ladislavien gegründet. Sie stand zunächst unter der Protektion der DVD.

Als souveräner Staat

Vor 2474

Die erste Hälfte der 2460er Jahre standen unter der Vorherrschaft der Familien Shankohar (Politik und Wirtschaft) und Menlaxi (Militär). Die Familie Essheki wurde abgedrängt und begann sich in der organisierten Kriminalität auszubreiten. In der zweiten Häfte lösten die Menlaxi die Familie Shankohar mit der Unterstützung der Aufstrebenden Familie Usyati ab.

In den siebziger Jahren näherte sich die DVD Paramur an. Da Ladislavien der hauptsächliche Störfaktor in den gemeinsamen Beziehungen war, gewährte die DVD dem Erzherzogtum wieder mehr Einfluss. Infolgedessen mussten sich die Familien nun mit Paramur gutstellen. Die Menlaxi vollzogen einen Kurswechsel. Die Usyati stieg weiter auf und begannen nun, mehr Macht einzufordern. Die Shankohar konkurrierten nun im illegalen Geschäft mit den Essheki, was zu Bandenkriegen führte. Sowohl in der Politik als auch im Untergrund gab es nun Spannungen.

Unter Präsident Xhaaza

Die schwierige Lage und das Ausmaß der Korruption führten zu einem Wiedererstarken der Neuen Partei, deren Wortführer nun Nahamlin Xhaaza war. 2474 gewann er völlig überraschend die Wahlen, wohl, da sich mehrere konkurrierende Familien auf ihn als neutralen "Vermittler" geeinigt hatten. Ausländische Mächte und einheimische Clans hatten erwartet, dass Xhaaza ein schwacher Leader ohne Basis sein würde, den man jeweils für die eigenen Zwecke beeinflussen könnte. Die Rechnung ging nicht auf: Xhaaza konnte sich eines enormen Rückhalts in der Bevölkerung sicher sein und trat deshalb souverän auf, indem er nach Außen hin die Unabhängigkeit ausbaute und nach Innen Korruption und Vetternwirtschaft bekämpfte. Er wurde unbequem. Auch mit seinem wichtigsten Unterstützer, nämlich Allmeeren, brach er sehr bald, da er sich nicht blind Weisungen aus Belodon unterordnen wollte.

Die Phase der Demokratisierung endete abrupt mit dem Attentat auf Nahamlin Xhaaza 2477: Als sein Wagen über eine Brücke der Hauptstadt fuhr, wurde diese in die Luft gesprengt. Dieser Prozess war insofern tragisch, als dass sich Xhaaza besonders um Menschenrechte bemühte. Im Nachhinein stellten sich durch investigative Analysen des Norsbrôker Nystablåden heraus, das paramurische, davische und torunische Geheimdienste auf verschiedenste Weise in dieses Ereignis verwickelt waren. Das Theaterstück "Wenn Brücken zittern" von Nrastews Amramhaw - halb Agentengeschichte, halb politische Anklage - beschäftigt sich mit diesem Ereignis.

Nach Xhaaza

Als Gewinner ging nun die Familie Usyati hervor, die sich sowohl mit Paramur als auch mit der DVD gutzustellen wusste. Über gut zwei Jahrzehnte dominierte sie Politik und Wirtschaft.

Im Frühjahr 2497 brachen Unruhen in der Region Sanqahasx an der Südspitze Bedlams aus. Die dortige Bevölkerung setzt sich aus Stanislaven und Ladislaven zusammen. Dabei sind die Anteile beider Ethnien hochgradig vermischt, sodass sich keine Linie zwischen den Hauptsiedlungsgebieten ziehen lässt. Seitdem das Gebiet 2454 zwischen Ladislavien und Stanislavien geteilt wurde, kam es beiderseits der Grenze immer wieder zu Protesten der jeweiligen Minderheit. Ladislavien marschierte in Stanislavien ein und besetzte das gesamte Sanqahasx: Man begründete diese Aktion mit der Tätigkeit Stanislavischer Agitatoren und Spione auf Ladislavischem Boden (tatsächlich hatte Stanislavien in der jüngeren Vergangenheit heimlich Siedler ins ladislavische Gebiet eingeschleußt). Es gilt als wahrscheinlich, dass die DVD dem ladislavischen Staat Rückendeckung für die Aktion gab, da sich das militärisch schwache Land wohl kaum ohne Unterstützung zu einem Schritt gegen das mit dem mächtigen Paramur verbündete Stanislavien gewagt hätte. Dann jedoch brach die Sommerkrise in der DVD an und die Supermacht blieb für einen Monat vollkommen handlungsunfähig. In diesem Moment sprang Paramur ein, da nicht zu befürchten war, dass sich der Konflikt international ausweiten würde: Paramurische Soldaten besetzten das gesamte Sanqahasx. Noch immer gehört die Region völkerrechtlich zu Ladislavien. Die Zugehörigkeit zu Stanislavien wird lediglich von Stanislavien selbst und Paramur anerkannt.

Dieses Manöver schadete den Usyati. Eine Koalition aus zahllosen anderen Familien brachten sie ab. Dies nützte besonders den Essheki, welche sich endgültig mit der DVD gutstellten. In den folgenden Jahrzehnten wechselten sich Essheki, Menlexi jüngere Linie und Menlexi ältere Linie (sie waren in den 2480er Jahren zerfallen) teils miteinander kooperierend, teils miteinander konkurrierend, ab. Ab 2500 erstarkte die Neue Partei wiederum und scheint noch stärker von der Bevölkerung getragen als unter Xhaaza. Der Niedergang der DVD 2518-20 förderte diesen Prozess.

Politik

Innenpolitik

Formal handelt es sich um einen demokratischen Staat, wobei die Verfassung der KU als Vorbild dient. Direkte Demokratie, Föderalismus und Drei-Schichten-Verfassung gelten als Kernprinzipien. So rotiert z.B. das Amt des Staatsoberhauptes zwischen den Vorständen der einzelnen Regionen. Auch grenzt man sich formal von aristokratischen Elementen ab.

Allerdings ist Vetternwirtschaft. Größere Rolle als Parteien spielen z.B. einige Familien (entstanden aus autochthonen Adelsgeschlechtern), die Mitglieder in Wirtschaft, Politik, Presse und Militär einsetzen.

Paramur übt nach wie vor massiven Einfluss auf die Tagespolitik aus, indem es mit Familien kooperiert, die enge Kontakte zum paramurischen Adel besitzen und Zugeständnisse an paramurische Interessen zu machen bereit sind.

Außenpolitik

Ladislavien sucht eine enge Anbindung an Allmeeren und die IADN, dies allerdings erfolglos: Sowohl aufgrund der mangelhaften Rechtsstaatlichkeit und der Instabilität als auch aus Rücksicht auf Paramur verhalten sich diese Parteien eher zurückhaltend.

So hat sich in der letzten Zeit eine engere Partnerschaft mit dem Reich von Tegrim angebahnt.

Menschen- und Bürgerrechte

Die Menschenrechtslage ist problematisch, da die stanislavische Minderheit gezielt benachteiligt wird.

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