Pharische Sprache

Aus Ultos
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Die Pharische Sprache ist die Amtssprache der Unionsrepublik Ancalim-Feanaro. Es wird in der UAF von etwa 100 Mio. Muttersprachlern gesprochen, ultosweit sprechen je nach Kenntnisstand 120 bis 150 Millionen Menschen Pharisch. Pharisch ist eine reiche Kultursprache, deren erste Belege sich bereits im 12. Jhd wzi finden.

Die Pharische Sprache gehört zu den Ena-Sprachen, deren Sprachgebiet sich von Tralien im Osten Murabiens über Livitien und Ancalien bis Feanaro im Westen erstreckt. Die Ena-Sprachen zerfallen in den Tralischen Zweig, von dem einzig das Tralische selbst erhalten ist, und den Feanarischen Zweig, zu welchem Pharisch und die Sprachen der ancalischen Inseln zählen. Der olamische Zweig, der Sprachen auf dem Murabischen Festland umfasste, starb im 24. Jhd. nzi aus.

Pharisch wird mit der Schrift Licelim geschrieben.

Grammatik

Verben

  • Es existieren die Tempera Präsens, Präteritum, Futur und Perfekt.
  • Es existieren die Modi Indikativ, Konjunktiv und I-J-H (Imperativ, Jussiv, Hortativ – eine Art Imperativ für alle Personen)
  • Es existieren die Tempera Präsens, Präteritum, Futur und Perfekt.
  • Es existiert keine Diathese, außer in den (sehr selten verwendeten) Partizipien (Hier Aktiv, Passiv und Benefaktiv)
  • Auch eine 2. Person existiert nicht. Stattdessen muss das entsprechende Subjekt in der Vokatio stehen (siehe unten).
  • Verben haben zwei Stämme: den Infinitiv- und den Präsensstamm. Der Infinitivstamm kann auf –a oder –on enden, und ist auch zugleich der Infinitiv. Der Präsensstamm ist das Wort ohne die Infinitivendung.
  • Ausnahme sind die –g Verben: Sie werden im Präsens mit –g (-l im Falle eines Plosivs) erweitert, erscheinen im Präteritum ohne Erweiterung:
    • palg- (Präsensstamm) – pal- (Präteritalstamm)
    • tumphl- (Präsens) – tumph- (Präteritum)

Präsens

Das Präsens wird vom Präsensstamm gebildet. An diesen werden folgende Endungen gehangen:

  • Sg1: –e
  • Sg3: m –eg
  • Sg3: h -og
  • Pl3: m/s –e.
  • Pl3: w –ea
  • Pl3: h -or

Alle anderen Personen sind identisch mit dem Präsensstamm. Das Personalpronomen steht vor dem Verb. Ist die Form eindeutig, darf es weggelassen werden.

Form Pharisch Deutsch Pharisch Deutsch Pharisch Deutsch
Infinitiv tath-a geben fir-on suchen pal laufen
Sg1 Präs em tath-e ich gebe em fir-e ich suche em pal-g-e ich laufe
Sg3 w/n Präs ec/o tath sie/es gibt ec/o fir sie/es sucht ec/o pal-g sei/es läuft
Sg3 m Präs (u) tath-eg er gibt (u) fir-eg er sucht (u) pal-g-eg er läuft
Sg3 h Präs dal tath-og es gibt dal fir-og es sucht dal bel-g-og es läuft
Pl1 Präs ni tath wir geben ni fir wir suchen ni pal-g wir nehmen
Pl3 m/s Präs in/ach tath-e sie suchen in/ach fir-e sie suchen in/ach pal-g-e sie laufen
Pl3 w gor taht-ea idem gor fir-ea idem gor pal-g-ea idem
Pl3 h dath tath-or idem dath fir-or idem dath pal-g-or idem

Präteritum

Das Präteritum wird vom Infinitivstamm gebildet. Endungen:

Person a-Verb on-Verb g-Verb
Sg1 -ne -ne -e
Sg3 h -go -o -go
Pl3 m/f -ne -ne -e
Pl3 n -ni -ni -i
Pl3 h -r -or -or

z.B.:

Form Pharisch Deutsch Pharisch Deutsch Pharisch Deutsch
Sg1 Prät em tath-a-ne ich gab em fir-on-e ich suchte em pal-e ich lief
Sg3 mfn Prät ec/o/(u) tath-a sie/es/er gab ec/o/(u) fir-on sie/es/er suchte ec/o/u pal sie/es/er lief
Sg3 h Prät dal tath-a-go es gab dal fir-on-o es sucht dal pal-go es lief
Pl1 Prät ni tath-a wir gaben ni fir-on wir suchten ni pal wir liefen
Pl3 mf Prät in/gor tath-a-ne sie gaben in/gor fir-on-e sie suchten in/gor pal-e sie liefen
Pl3 n Prät ach tath-a-ni idem ach fir-on-i idem ach pal-i idem
Pl3 h dath tath-a-r idem dath fir-on-or idem dath pal-or idem

Osth – sein

Es gibt ein unregelmäßiges Verb: „osth“ – „sein“ (als Präsensstamm wird „sath“ verwendet)

Person Präsens Präteritum
Sg1 em sthe ich bin em sthon ich war
Sg3 w/s ec/o osath sie/es ist ec/o sthi sie/es war
Sg3 m/h u/dal stheg er/es ist u/dal sthog er/es war
Pl1 ni osath wir sind ni sthi wir waren
Pl3 m/f in/gor sthe sie sind in/gor sthon sie waren
Pl3 s ach stheni
ach sthe
idem ach sthoni idem
Pl3 h dath sther idem dath sthor idem

Futur

Das Futur wird gebildet, indem man die Präsensform von „osth“ mit dem Infinitiv kombiniert.

Form Pharisch Deutsch Pharisch Deutsch Pharisch Deutsch
Sg1 Fut em sthe tatha ich werde geben em sthe firon ich werde suchen em sthe pal ich werde laufen
Sg3 w/s Fut ec/o osath tatha sie/es wird geben ec/o osath firon sie/es wird suchen ec/o osath pal sie/es wird laufen
Sg3 m/h Fut u/dal stheg tatha er wird geben u/dal stheg firon er wird suchen u/dal stheg er/es wird laufen
Pl1 Fut ni osath tatha wir werden geben ni osath firon wir werden suchen ni osath pal wir werden laufen
Pl3 mfn Fut in/gor/ach sthe tatha sie werden geben in/gor/ach sthe firon sie werden suchen in/gor/ach sthe pal sie werden laufen
Pl3 h dath sther tatha idem dath sther firon idem dath sther pal idem

Perfekt

Das Perfekt wird gebildet, indem die Präteritumsform von „osth“ mit dem Infinitiv kombiniert wird:

Form Pharisch Deutsch Pharisch Deutsch Pharisch Deutsch
Sg1 Perf em sthon tatha ich habe gegeben em sthon firon ich habe gesucht em sthon pal ich bin gelaufen
Sg3 w/s Perf ec/o sthi tatha sie/es hat gegeben ec/o sthi firon sie/es hat gesucht ec/o sthi pal sie/es ist gelaufen
Sg3 m/h Perf u/dal sthog tatha er/es hat gegeben u/dal sthog firon er/es hat gesucht u/dal sthog pal er/es ist gelaufen
Pl1 Perf ni sthi tatha wir haben gegeben ni sthi firon wir haben gesucht ni sthi pal wir sind gelaufen
Pl3 mfn Perf in/gor/ach sthon tatha sie haben gegeben in/gor/ach sthon firon sie haben gesucht in/gor/ach sthon pal sie sind gelaufen
Pl3 dath sthor tatha idem dath sthor firon idem dath sthor pal idem

Konjunktiv

Der Konjunktiv Präsens von „osth“ lautet „owon“ („ich wäre“), der Konjunktiv Präteritum „unwa“ („ich wäre gewesen“). Ihnen wird jeweils das Personalpronomen vorangestellt („em owon“ – ich wäre, „em unwa“ ich wäre gewesen, usw.). Von den anderen Verben bildet man den Konjunktiv Präsens bzw. Präteritum, indem man „-owon“ bzw. „-unwa“ an den Präsensstamm anhängt:

em tath-owon ich gäbe
em tath-unwa ich hätte gegeben
em fir-owon ich würde suchen
em fir-unwa ich hätte gesucht

Partizipien

Es gibt zwei Partizipien: Das Partizip Passiv wird gebildet, indem ein phe- vor den Präsensstamm gehängt wird. Um das Partizip Aktiv zu bilden, wird zusätzlich ein –ul angehängt. Ko-ul bezeichnet den Profiteur oder das Ziel einer Handlung. Die Partizipien werden extrem selten gebraucht. Sie sind ihrer Natur nach Substantive.

phe-tath gegeben
phe-tath-ul gebend
ko-tath-ul dem gegeben wird
phe-fir gesucht
phe-fir-ul suchend
ko-fir-ul für den gesucht wurde
phe-palg das gegangen wird (Weg o.ä.)
phe-palg-ul gehend
ko-palg-ul zu dem gegangen wird (Ort/Person)
ph-osth (unregelmäßig) seiend/gewesen

I-J-H

Wird gebildet, indem dem Infinitiv ein -t angehangen wird, das entsprechende Personalpronomen vorangestellt wird:

Form Pharisch Deutsch Pharisch Deutsch Pharisch Deutsch
Sg/Pl2 tath-a-t Gib!/Gebt! fir-on-t Such!/Sucht! pal-t Lauf!/Lauft?
Sg3 ec/o/u/dal tath-a-t Er/sie/es gebe ec/o/u/dal fir-on-t Er/sie/es suche Ec/o/u/dal pal-t Es laufe
Pl1 ni tath-a-t Lasst uns geben ni fir-on-t Lasst uns suchen ni pal-t Lasst uns laufen
Pl3 gor/ach/in/dath tath-a-t Sie mögen geben gor/ach/in/dath fir-on-t Sie mögen suchen gor/ach/in/dat pal-t Sie

mögen laufen

Unregelmäßig:

ol Sei!/Seid!
ec/o/u/dal ol Sie/er/es sei!
olak Lasst uns sein
(in/ach) ole Sie mögen sein (m/n)
(gor) olea Sie mögen sein (f)
olor Sie mögen sein (h)

Substantive

Substantive können drei Kasus haben: Nominativ, Genitiv und Allativ. Der Genitiv zeigt den Besitzer an. Der Allativ hat die Bedeutung „zu…“. Nominativ wird überall sonst angewendet.

Substantive können im Singular und im Plural stehen. Im Plural werden keine Kasus unterschieden, Genitiv und Allativ müssen mit Präpositionen umschrieben werden.

Es gibt vier Genera: maskulin, feminin, neutral und heilig. Zu m und f zählen zunächst die Substantive, die ihrem Sexus nach maskulin oder feminin sind (andras, m – der Mann; inde, f – die Frau), aber auch Objekte (laslil, m – die Saat; mandil, f – die Freiheit). Zum n zählen nur Objekte und Tiere (dros, n – der Tisch). Zu h zählt alles Heilige (Apor, h – die Gottheit Apor), bzw. was in der Mystik Feanaros und dem Aporismus als heilig/mystisch galt und gilt (amlor, h – der Stein; talil, h – die Eiche; Feanaro, h – das Land Feanaro; mahtanat, h – das Mahtanat).

Besonders ist, dass Substantive im Pharischen eine Person haben, entweder die Nominatio oder die Vocatio. Die Nominatio ist die Normalform. Die Vocatio ist die Anredeform, die gebraucht wird, um die 2. Person auszudrücken:

  • Echtelion (Nominatio) palgeg. = Echtelion geht
  • Echtelio (Vokatio) palgeg. = Du, Echtelion, gehst.
  • Echtelea (Nominatio) dros. = Echtelions Tisch.
  • Echtelioch (Vokatio) dros. = Echtelion, dein Tisch.
  • Em tathe o Echteliont (Nominatio). = Ich gebe es Echtelion.
  • Em tathe o Echteliot (Vokatio). = Ich gebe es dir, Echtelion.

Deklination in der Nominatio

Substantive haben einen Stamm. Meist ist der Nominativ mit dem Stamm identisch. In einigen Fällen wird eine Endung angehängt, wie z.B. in „Amras“ – „Mann“, wo der Stamm „Amr“ und die Endung „-as“ ist. Weitere typische Nominativendungen sind: „-e“, „-ea“, „-ion“, „-is“, „-ar“, „-or“ „-il“, „-at“ etc.

Der Genitiv wird gebildet, indem an den Stamm ein –ea angehängt wird. Bei den Neutra ist diese Endung zwar möglich, aber -un ist üblicher. Einige Wörter verschiedener Genera weisen zudem die Endung -ola auf. Heilige Substantive enden im Genitiv stets auf -abas

Der Allativ wird gebildet, indem an den Nominativ ein –t angehängt wird – sogar wenn der Nominativ auf –t endet!

Der Plural wird gebildet, indem an den Stamm ein –oth angehängt wird, wenn das Substantiv feminin ist, ein –im bei den Maskulina (geklaut aus dem Hebräischen). Die Neutra enden im Plural auf -ke oder auf -im (dies ist bei jedem Wort einzeln zu lernen). Heilige Wörter enden stets auf -ai

Neutra können auch einen Allativ-Plural bilden, indem an den Allativ-Singular die Pluralendung -im gehängt wird.

Beispiele:

Form Pharisch Deutsch Pharisch Deutsch Pharisch Deutsch Pharisch Deutsch Pharisch Deutsch
Stamm amr- (m) dros- (n) ind- (f) f- (n) aml- (h)
NSg amr-as der Mann dros der Tisch ind-e die Frau f-ea das Land aml-or der Stein
GSg amr-ea des Mannes dros-un des Tisches ind-ea der Frau f-un des Landes aml-abas des Steines
ASg amr-as-t zum Mann dros-t zum/auf den Tisch ind-e-t zur Frau f-ea-t zum/ins Land amlort zum Stein
NPl amr-im die Männer dros-ke die Tische ind-oth die Frauen f-im die Länder aml-ai die Steine
GPl as amrim der Männer as droske die Tische as indoth der Frauen as fim der Länder as amlai der Steine
APl me amrim zu den Männern dros-t-im zu !! Pharisch !! Deutschden/auf die Tische me indoth zu den Frauen f-eat-im zu den/in die Länder me amlai zu den Steinen

Weitere Beispiele:

  • „Ecthelion“ (Stamm Ecthel-) m, feanarischer Name. „Ecthelea“ – „Des Ecthelion“, „Ectheliont“ – „zu Ecthelion“.
  • thatal (Raum) n, thatun, thatalt, thatke, as thatke, thataltim
  • gorar (Krieger) m, gorea, gorart, gorim, as gorim, me gorim
  • evis (Himmel) f, evea, evist, evoth, as evoth, me evoth
  • begam (Titel) m, begola, begamt, begim, as begim, me begim
  • ir (Stein) n, irola, irt, irke, as irke, irtim
  • thebal (Heer) f, thebea, thebalt, theboth, as theboth, me theboth
  • Aporor (hl. Gegenstand) h, aporabas, aporort, aporai, as aporai, me aporai

Deklination in der Vokatio

Die Vokatio ist die Anredeform. Die Vokatio kann genauso wie die Grundform in verschiedenen Fällen stehen.

Nominativ Sg. in der Grundform Vokatio im Nominativ Sg. Vokatio im Genitiv Sg. Vokatio im Allativ Sg. Vokatio im Pl. Beispiel
-ion/-il/-is -io -ioch -iot -ith(a) Echtalion
Echtalio
Echtalioch
Echtaliot
Echtalith(a)
-e/-ea -eo -eoch -eot -eth(a) Inde
Indeo
Indeoch
Indeot
Indeth(a)
-ar/-al/-am/-as/or -a -ach -at -ath(a) Gorar
Gorach
Gorat
Gorath(a)
ohne Nominativerweiterung
und -ul
-o -och -ot -oth(a) Pheg-o
Phegoch
Phegot
Phegoth(a)
  • „Echtelioch dros“ = „Echtelion+du+Genitiv Tisch“ = Dein Tisch, Echtelion
  • „Indeot“ = „Du+Frau+Allativ“ = Zu dir, Frau!
  • „Feanara“ = „Du+Feanaro“ = Du, Land Feanaro

Die Gottheit Apor besitzt eine eigene Vokatio: Aphre, Aphrech, Aphet (ohne -r-!)

Adjektive

Adjektive kongruieren in Numerus und Genus mit dem entsprechenden Substantiv.

Genus Sg Pl
m -ue/-u* -um
n -me/-e* -uk
f -ab -uth
h -as -uda

* ... erstere Variante ist hochsprachlich und offiziell, letztere wird im Alltag verwendet

z.B.:

  • lewue amras, lewum amrim
  • lewab inde, lewuth indoth
  • lewme fea, lewuk fim

Adjektive können gesteigert werden, in der Steigerung unterscheiden sich Adjektive und Adverbien:

Adjektiv Positiv Adjektiv Komparativ Adjektiv Superlativ
Pharisch lew-me lew-al-me lew-oru-me
Deutsch neues neueres neustes
Adverb Positiv Adverb Komparativ Adverb Superlativ
Pharisch lew lew-lag lew-rog
Deutsch auf neue Weise auf neuere Weise auf neuste Weise

Präpositionen

Präpositionen zählen zu Adjektiven. Sie richten sich nach dem Geschlecht und dem Numerus des Substantives:

Genus Sg Pl
m -ue -um
n -em (!) -uk
f -ab -uth
h -as -uda

Beispiele:

  • Phue andras – wie der Mann.
  • Gnem dros – auf dem Tisch.
  • Tab edea – im Haus.
  • Tas Feanaro – in Feanaro.

Pronomen

Die Pronomen der 2. Person sind aus dem Substantiv awas – Mensch (das an sich wiederum veraltet ist) entstanden. Sie gelten als extrem umgangssprachlich (nur mewes erscheint gelegentlich)

Pharisch Deutsch Pharisch Deutsch Pharisch Deutsch
em ich mea/asem mein met/m‘em zu mir
wa du< wach dein wat/mewes zu dir
u er ea/asu sein et/m‘u zu ihm
ec sie cea/asec ihr cet /m‘ec zu ihr
o (n) es ea/aso sein et/m‘o zu ihm
dal (h) es (heilig) ea/asdal sein et/medal zu ihm
ni wir nisea/asni unser nit/meni zu uns
awath ihr as watha euer me watha zu euch
in(m)
ach(f)
gor(f)
dath(h)
sie(pl) nea/asin
achea/asach
grea/asgor
dathea/asdath
ihr (Pl)

net/ent/m‘in
acht/m’ach
gort/me gor
me dath || zu ihnen

Demonstrativpronomen dieser

Kasus, Numerus m n f h
SgN drue [m] derme [n] drab [f] dras [h]
SgG drea drun drea drea
SgA dert dert dert dert
PlN drim [m] derke [n] droth [f] druda [h]
PlG as drim [m] as derke [n] as droth [f] as druda [h]
PlA me drim dertim me droth me druda

jener

Kasus, Numerus m n f h
SgN gnue [m] genme [n] gnab [f] gnas [h]
SgG gnea gnun gnea gnea
SgA gent gent gent gent
PlN gnim [m] genke [n] gnoth [f] gnuda [h]
PlG as gnim as genke [n] as gnoth [f] as gnuda [h]
PlA me gnim gentim as gnoth as gnuda

Indefinitpronomen

  • las-ue "irgendein" (G: lea, n. lun; A: last; Pl.: lim, like, loth, lai)
  • ser-ue "jeder" (G: sea, n. sun; A: sert; Pl.: sim, sike, soth, sai

Interrogativpronomen

  • og "wer" (G: asog, A:m'og
  • og-ue "welcher"

Beispiele

Pharisch Deutsch
Amras fireg Inde. Der Mann sucht die Frau.
Inde fir Amras. Die Frau sucht den Mann.
Amrim tathane me indoth lewme dros. Die Männer gaben den Frauen einen neuen Tisch.
Inde firowon lewalme dros. Die Frau würde einen neuen Tisch suchen.
Inde firowon lewlag dros. Die Frau würde auf neuere Weise einen Tisch suchen.
Inde pal leworume feat. Die Frau ging ins neuste Land.
Inde palg me leworuk fim. Die Frau geht in die neusten Länder.
Inde, og sthi fir amras, palga drost. Die Frau, die den Mann gesucht hat, ging zum Tisch.

Beispieltext: Ancarossa

Die ersten drei Strophen der Ancarossa auf Pharisch
Deutsch Pharisch Wortverzeichnis
So groß, Feanaro
So groß ist unser Vaterland
So groß wie eine Eiche
Apor, lobe unser Land!
Am elm‘, Feanaro
Am elme asni fe‘ athe‘
Am elme phas talil
Aphre, malthont asni fe‘
am – so
elue – groß
athas (m) – Vater
phue – wie
talil (h) – Eiche
malthon – loben
fea (n) – Land
Wir sind ein einig Volk
Wir reichen allen unsre Hand
Wir leben in Frieden
Apor, schütze unser Land!
Ni sthi ulanab thamb‘
Ni sertim asni galil be
Ni tue omph gothar
Aphet, gechtat asni fe‘
ulanue – einig
thambe (f) – Volk
beon – geben
galil (m) – Hand
ompha – leben
tue – in
gothar (m) – Frieden
gechta – schützen
So schön, Feanaro!
So schön, der ancalamisch Staat
So schön wie goldne Wellen
Dank Apor, unsrer Lebenssaat!
Am solm‘, Feanaro
Am solme ancalamm‘ orlil
Am solme phum echtum teklim
Anth‘ Aport, asn‘ omphun laslilt
ancalamue – ancalamisch
orlil (n) – Staat
solue – schön
echtue – golden
teklion (m) – Welle
antha – danken
omphon (n) – das Leben
anthe, anth‘ – (ich) danke
laslil (m) – Saat
Glauben wir fest daran,
dass unsre Freiheit nie zerrinnt
wir halten zusammen
Apor, wir Menschen sind dein Kind
Phalgont ni genme math,
Mandil asni molon te stheg
Ulanum ni bel‘ sthi
Aphrech, ni amrimoth sthi pheg
phalgon – glauben
mathue – fest
man – frei
mandil (m) – Freiheit
molon – zerrinnen
te – nicht, nie
bela – bleiben
ulanum bela – zusammen halten
andrimoth – Menschen
pheg – Kind
Unser Land Feanaro!
Unser Land mit Pflanze und mit Tier
Unser Land schenkt uns Kräfte
Apor, wir alle danken Dir.
Asni fe‘ Feanaro
Asni fe‘ thuk enlar ba omphant‘
Asni fe‘ be nit achke
Aphet, ni sim ni mewes anth
thue – mit
enlar (n) – Pflanze
ba – und
omphantion (m) – Tier
achea – Kraft
Wir halten uns daran!
Wir bleiben unsrer Heimat treu
Wir Ehren den Frieden
Wir schwören ohne Hass und Scheu!
Ni mer sthi gent, sthi mer
Ni dolmon asn‘ amothast sthi
Ni echtu‘ merg gothar
Ni luk etholil ba phob lasg
mer – halten
dolmon – die Treue halten
amothas (h) – die Heimat
echtue gar – ehren (wörtlich: golden halten)
lue – ohne
etholil (n) – Hass
phob (f) – Scheu, Angst
las – schwören