NN-Archiv/Nodecano Furyatan

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Nodecano Furyatan war von 2515 bis 2521 Begam der späteren Unionsrepublik Ancalim-Feanaro (UAF) und gehört zu den am häufigsten im Norsbrôker Newsblættle beziehungsweise Norsbrôker Nystablåden auftretenden Politikern seiner Zeit.

Während seiner beiden Amtszeiten entwickelte sich die UAF zu einer der politisch, wirtschaftlich, militärisch und technologisch einflussreichsten Mächte auf Ultos.

Das NN dokumentiert Furyatan dabei nicht nur als Regierungschef. In seinen Ausgaben erscheint er unter anderem als Sozialpolitiker, Bündnispolitiker, Krisenmanager, Förderer der Raumfahrt und schließlich als Begam, der im Amranien-Konflikt selbst vor einem massiven Militäreinsatz nicht zurückschreckte.

Seine spätere Geschichte reicht weit über den Erscheinungszeitraum des NN hinaus. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt wurde Furyatan als Alt-Begam zu einer zentralen Figur mehrerer sicherheitspolitischer Vorgänge um Albus Rosanfang, das Schattenkorps, die FEANARO II und die Raumstation MIDWAY.

Politischer Aufstieg

Nodecano Furyatan gehörte den Cearadas beziehungsweise der später unter der Abkürzung CEaA geführten politischen Strömung an.

2515 übernahm er das Amt des Begam.

Damit fiel seine erste Amtszeit in eine Phase grundlegender staatlicher Neuordnung. Aus den ancalisch-feanarischen Strukturen jener Zeit entwickelte sich die Unionsrepublik Ancalim-Feanaro, deren Politik Furyatan in den folgenden Jahren maßgeblich prägte.

2518 wurde er für eine zweite Amtszeit bestätigt.

Die damalige Amtsperiode des Begam betrug drei Jahre.

Furyatan im NN

Besonders ausführlich erscheint Furyatan im Jahresrückblick 2516 in NN 25.

Der Rückblick zeichnet das Bild eines Begam, der sowohl symbolische als auch tiefgreifende politische Entscheidungen traf.

Monatsnamen und Tage des Begam

In seiner Neujahrsansprache 2516 ordnete Furyatan die Wiedereinführung der alten pharischen Monatsnamen an.

Die fünf zusätzlichen Tage am Jahresende erhielten die Bezeichnung

Tage des Begam (TdB).

Zugleich bestimmte Furyatan die jahrhundertealte Ancarossa zur Nationalhymne der UAF.

Diese Entscheidungen gehören zu den frühen Versuchen, der neu entstandenen Union eine gemeinsame historische und kulturelle Identität zu geben.

Außenpolitik und Asgarden-Pakt

Am 3. Einar 2516 gründeten die sogenannten G4-Staaten

  • Diktatistan,
  • Espinien,
  • Trance Nation und
  • UAF

den Asgarden-Pakt.

Die Gründung führte zunächst zu erheblichen Spannungen mit der IADN, insbesondere mit der damaligen FRNX.

NN 25 beschreibt für den weiteren Verlauf des Jahres jedoch eine Entspannung. Nach einer Phase des „kalten Friedens“ arbeiteten die Bündnisse im Rahmen der ITUF wieder stärker zusammen.

Die UAF unterstützte in dieser Zeit gemeinsam mit BAMBU und Espinien verschiedene Forschungsprojekte, darunter Arbeiten zur organischen Kunststoffforschung und Nano-Photoculanik.

Wirtschafts- und Sozialpolitik

Die Regierung Furyatan hielt ausdrücklich an der ancalischen Variante des Tulemismus fest.

Der damalige Wirtschaftsminister Marat Lantir führte die starke wirtschaftliche Lage der UAF zumindest teilweise auf diese Politik zurück.

Finanzminister Dalat Brikadal erklärte, die finanzielle Lage der Union ermögliche gleichzeitig

  • Entlastungen für die Bevölkerung und
  • weitere hohe Investitionen in die Infrastruktur.

Grundeinkommen

Besondere Bedeutung erhielt die Sozialpolitik Furyatans.

Für den 1. Einar 2517 kündigte die UAF die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens (GEK) an.

Das Grundeinkommen sollte

  • allen Bürgerinnen und Bürgern zustehen,
  • die Existenz sichern,
  • gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen,
  • ohne Bedürftigkeitsprüfung gewährt werden und
  • nicht mit einer Verpflichtung zu Arbeit oder anderen Gegenleistungen verbunden sein.

Bereits zuvor beschrieb das NN die ancalischen Gesundheits- und Sozialleistungen als außergewöhnlich umfangreich.

Regierung und Stellvertreter

Während Furyatans langer Amtszeit wechselten einzelne Mitglieder der Regierung.

2516 war Rithelion Vionar Vize-Begam.

Anlässlich dessen 40. Geburtstags verlieh Furyatan seinem Stellvertreter das Goldene Eichenblatt, eine der höchsten Auszeichnungen der UAF.

In späteren Phasen seiner Amtszeit gehörten auch andere Politiker zum engeren Führungskreis.

Für 2519 ist Krimalev als Vize-Begam belegt.

Auch Maroth Wylmona amtierte während eines Teils der Ära Furyatan als Vize-Begam; die genaue zeitliche Einordnung dieses Abschnitts ist im NN-Archiv noch zu klären.

Helmar von Huncis

Am 15. Ykin 2516 berief Furyatan den Journalisten und Medienmann Helmar von Huncis zum Regierungssprecher der UAF.

Huncis blieb bis zum 15. Ykin 2519 im Amt und kehrte anschließend zur Feanaro Times zurück.

Die Personalentscheidung ist auch deshalb bemerkenswert, weil Furyatan damit einen erfahrenen Medienmann unmittelbar in die Regierungsarbeit holte.

Die Amranien-Krise

Eine der schwersten Krisen seiner ersten Amtszeit war der Konflikt um Amranien.

Beim Landeanflug auf die amranische Hauptstadt wurde ein Raumsperber abgeschossen.

An Bord befanden sich

Die Amranische Volksbefreiungsarmee (AVA) erklärte zunächst, beide seien unverletzt in ihrer Gewalt.

Später stellte sich heraus, dass Homt bereits beim Absturz ums Leben gekommen war.

Jobo XII. erlitt während seiner Gefangenschaft einen Hirnschlag und starb später ebenfalls.

Furyatan ernannte daraufhin seinen bisherigen Stabschef Derit Evaston zum neuen Außenminister.

Militäreinsatz in Amranien

Am 15. Endmas 2516 entschied Furyatan den Konflikt militärisch.

Eine Flotte von 200 Raumsperbern erschien über Amranien.

UAF-Streitkräfte

  • besetzten strategische Anlagen,
  • verhafteten die Führung der AVA und
  • wiesen zahlreiche Angehörige fremder Mächte aus.

Furyatan erklärte Amranien wieder zu einem Teil Ancalimens und wies äußere Einmischungsversuche zurück.

Zum Übergangsadministrator ernannte er den früheren Tathar des Generalgouvernements Ancalim, Tornis Cruthander.

Popularität

Unmittelbar nach dem Ende der Amranien-Krise verfügte Furyatan laut einer im NN wiedergegebenen Umfrage über außergewöhnlich hohe Zustimmungswerte.

Vier von fünf Befragten erklärten, der Begam mache seine Sache sehr gut.

Die zeitgenössische NN-Darstellung zeigt Furyatan damit Ende 2516 auf einem politischen Höhepunkt.

Raumfahrtpolitik

Die Amtszeit Furyatans fiel gleichzeitig in eine Phase enormer Expansion der ancalisch-feanarischen Raumfahrt.

Die UAF verfügte über eine rasch wachsende Flotte von Raumsperbern und beteiligte sich an internationalen Raumfahrtprojekten.

2517 brachte die UAF ihre im Bau befindliche Raumstation in das Projekt Orbitalhafen ein.

Übergabe der Raumsperbertechnologie

Am 3. Fantin 2518 (10.10. GZR) übertrug Begam Furyatan die gesamte Forschung und Entwicklung der Raumsperbertechnologie an BAMBU und damit an die Raumfahrtorganisation Taron as Evoth.

In der Folge entwickelte sich daraus ein wesentlich stärker internationalisiertes Raumfahrtprogramm.

Später wurde sogar eine Verlagerung wesentlicher Teile der Raumsperbertechnologie nach Yantan vorbereitet.

Speks

2518 trat Furyatan außerdem als prominenter früher Nutzer der von FEATEL entwickelten Datenbrille Speks auf.

Er testete das System mehrere Wochen öffentlich und lobte die ancalische Forschungsleistung.

Furyatan rechnete damit, dass die Technik bis Ende 2519 unionsweit verfügbar sein würde.

Seine öffentliche Nutzung machte aus Speks früh mehr als ein reines Technikprojekt und trug zu dessen Bekanntheit in Politik und Gesellschaft bei.

Wiederwahl 2518

2518 wurde Furyatan erneut zum Begam gewählt.

Seine zweite Amtszeit führte die außen-, sicherheits- und raumfahrtpolitische Linie der vorherigen Jahre fort.

Gerade in dieser Phase vertieften sich jedoch auch die Beziehungen zwischen der politischen Führung der UAF und den geheimen Sicherheitsstrukturen um Albus Rosanfang.

Der Krimalev-Putsch 2519

2519 geriet Furyatans Regierung in eine existenzielle Krise.

Sein damaliger Vize-Begam Krimalev bereitete gemeinsam mit weiteren Regierungsangehörigen einen Staatsstreich vor.

Nach monatelangen Ermittlungen deckte der damalige Geheimdienstchef Albus Rosanfang die Verschwörung auf.

In die abschließende Operation waren unter anderem

eingeweiht.

Krimalev sowie mehrere Minister und Staatssekretäre wurden festgenommen.

Das weitere Schicksal Krimalevs blieb ungeklärt.

Die Episode begründete zugleich ein außergewöhnliches Vertrauensverhältnis zwischen Furyatan und Rosanfang.

FEANARO II und Findecano Furyatan

Im Jahr 2520 spielte Furyatans Familie unmittelbar in der ancalisch-feanarischen Raumfahrtgeschichte eine Rolle.

Sein Sohn Findecano Furyatan war Hauptmann und 1. Pilot der FEANARO II.

Die Mission führte nach Tracon beziehungsweise Saros und wurde zu einem Wendepunkt im Wissen über außerultische Zivilisationen.

Während der Mission befand sich auch ein Mitarbeiter des Schattenkorps inkognito an Bord.

Nach Bekanntwerden brisanter Informationen verhängte Albus Rosanfang eine Nachrichtensperre.

Mehrere Teile der späteren Missionsunterlagen wurden geschwärzt oder unter Verschluss gehalten.

Damit überschnitten sich während Furyatans letzter Amtsphase zunehmend

  • Regierungspolitik,
  • Raumfahrt,
  • außerultische Forschung und
  • geheime Sicherheitsstrukturen.

Ende der Amtszeit

Zur Begam-Wahl 2521 trat Furyatan nicht erneut an.

Zeitgenössische Unterlagen sprechen ausdrücklich vom scheidenden Begam Nodecano Furyatan.

Bei der Wahl wurde Lutanis Gulantir zu seinem Nachfolger gewählt.

Furyatans Amtszeit endete damit nach zwei Wahlperioden.

Er führte fortan die Bezeichnung

Alt-Begam.

Furyatan und Rosanfang nach 2521

Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt blieb Furyatan in sicherheitspolitische Vorgänge eingebunden.

Das während des vereitelten Krimalev-Putsches entstandene Vertrauensverhältnis zu Albus Rosanfang bestand offenbar fort.

In späteren Dokumenten erscheint Furyatan als Teil eines sehr kleinen Kreises ehemaliger und amtierender Spitzenpolitiker, die Zugang zu besonders sensiblen Vorgängen hatten.

MIDWAY

2523 kam es zu einem der rätselhaftesten Ereignisse der späteren UAF-Geschichte.

Die Raumstation beziehungsweise Redundanzeinheit MIDWAY wurde zerstört.

Die sechsköpfige Besatzung kam ums Leben.

Auch Albus Rosanfang wurde offiziell zu den Todesopfern gezählt.

Alt-Begam Nodecano Furyatan und der Schattenkorps-Offizier Lawelodos wurden dagegen schwer verletzt geborgen.

Furyatan musste zunächst in Kryostase beziehungsweise ein künstliches Koma versetzt werden.

Die Regierung erklärte später, er befinde sich dauerhaft aus medizinischen Gründen im Ruhestand und ein öffentlicher Auftritt sei ihm nicht zuzumuten.

Das Foto von 2525

2525 tauchte ein Foto auf, das angeblich

gemeinsam zeigte.

Die Regierung wies die Aufnahme als digitalen Zusammenschnitt beziehungsweise Fälschung zurück.

Die offizielle Darstellung lautete weiterhin:

  • Rosanfang sei 2523 bei der MIDWAY-Katastrophe gestorben,
  • Furyatan befinde sich dauerhaft im medizinischen Ruhestand und
  • die auf dem Foto dargestellte Zusammenkunft habe nicht stattgefunden.

Die Echtheit des Bildes und die genauen Umstände seiner Entstehung blieben Gegenstand von Spekulationen.

Für das NN-Archiv gilt deshalb:

Das Foto ist ein späteres Dokument ungeklärter Authentizität und kein Beweis für ein Treffen.

Spätere Rolle als Alt-Begam

Trotz seines Rückzugs blieb Furyatans Name auch später politisch präsent.

Gemeinsam mit Begam Lutanis Gulantir und Alt-Begam Ecthelion Anwamane trat er später in einer gemeinsamen Erklärung zur Einheit und institutionellen Stabilität der UAF beziehungsweise ihrer unionspolitischen Ordnung in Erscheinung.

Damit blieb Furyatan auch nach seiner aktiven Amtszeit eine symbolisch bedeutende Persönlichkeit der Union.

Furyatan im historischen Rückblick

Die Karriere Nodecano Furyatans verbindet mehrere zentrale Entwicklungslinien der UAF:

  • die staatliche Konsolidierung nach 2515,
  • den Ausbau sozialstaatlicher Strukturen,
  • die tulemistische Wirtschaftsordnung,
  • die Entstehung des Asgarden-Paktes,
  • die Amranien-Krise,
  • die Expansion der Raumfahrt,
  • die Internationalisierung der Raumsperbertechnologie,
  • die Entwicklung moderner Daten- und Kommunikationstechnologien,
  • den vereitelten Krimalev-Putsch und
  • die späteren Geheimdienst- und Raumfahrtvorgänge um Rosanfang und MIDWAY.

Kaum eine andere politische Figur verbindet deshalb die offen dokumentierte Welt des NN so deutlich mit den späteren, wesentlich geheimnisvolleren Entwicklungen der UAF.

Quellenkritik

Bei Furyatan ist eine klare zeitliche Trennung besonders wichtig.

Die erhaltenen NN-Ausgaben dokumentieren vor allem seine frühe Amtszeit und den politischen Stand der Jahre 2515 bis 2518.

Spätere Erkenntnisse über

  • den Krimalev-Putsch,
  • Rosanfang,
  • die FEANARO-II-Mission,
  • MIDWAY und
  • das Foto von 2525

stammen aus späteren Quellen und dürfen nicht rückwirkend als Wissen der damaligen NN-Redaktion behandelt werden.

Auch einzelne spätere Zusammenstellungen enthielten zeitweise abweichende Angaben zur Amtszeit Furyatans.

Nach der heute verwendeten Chronologie gilt:

2515 – Amtsantritt 2518 – Wiederwahl 2521 – Amtsübergabe an Lutanis Gulantir

Damit war Furyatan von 2515 bis 2521 Begam.

Was wurde eigentlich daraus?

Als das NN über Nodecano Furyatan berichtete, war er einer der mächtigsten Politiker auf Ultos.

Elf Jahre später hat sich sein Bild erheblich verändert.

Der Begam, der 2516 den Asgarden-Pakt mitprägte, ein Grundeinkommen vorbereitete und 200 Raumsperber nach Amranien schickte, wurde später

  • enger Vertrauter Albus Rosanfangs,
  • Ziel eines Putschversuchs seines eigenen Vize-Begam,
  • Vater eines Piloten einer der bedeutendsten außerultischen Missionen,
  • Überlebender der MIDWAY-Katastrophe und
  • schließlich selbst Bestandteil eines politischen Rätsels.

Gerade bei Furyatan führt die Leitfrage des NN-Archivs deshalb weit über eine gewöhnliche Politikerbiografie hinaus:

Was wusste Nodecano Furyatan – und seit wann wusste er es?

Offene Fragen

Noch ungeklärt beziehungsweise nicht abschließend dokumentiert sind unter anderem:

  • Furyatans frühe Biografie vor seiner Wahl zum Begam,
  • die genaue zeitliche Einordnung aller seiner Vize-Begami,
  • das vollständige Ausmaß seines Wissens über das Schattenkorps,
  • seine Rolle bei geheimen Raumfahrtprojekten nach 2521,
  • die genauen Umstände seines Aufenthalts auf MIDWAY,
  • sein tatsächlicher Gesundheitszustand nach der Katastrophe,
  • die Echtheit des Fotos von 2525 und
  • der Umfang seiner späteren politischen Tätigkeit als Alt-Begam.

Siehe auch